Geschichte der Quelle

Die Berühmtheit der heilenden Quelle kam zu Ohren des sächsischen Kurfürsten August I. 1583 ließ er sich aus Liebwerda ein paar Fässlein des heilenden Wassers nach Dresden bringen. Paul Luther, der Sohn des Reformators, begann mit seinem Arzt im Jahre 1593 die Quelle zu forschen. Er hat deren heilende Wirkungen erkannt und liess so das heilende Wasser regelmäßig regelmässig nach Dresden bringen. Später dann hat auch Albrecht von Wallenstein, der Besitzer der Herrschaft Frydlant, der an Syphilis litt, sich das heilende Wasser regelmässig bringen lassen.

Der erste Bericht über die Wirkung des Mineralwassers wurde 1601 vom schlesischen Arzt Caspar Schwenkfeld geschrieben. Er empfahl das Mineralwasser als Arzneimittel. Aufgrund dieses Berichts wurde begonnen, das Mineralwasser in heilenden Bädern auszunutzen und um die Quelle wurde eine Holzeinfassung gebaut. Dr. Joseph Heinrich Bauer hat 1784 eine Analyse des Wassers durchgeführt. Eine historische Eintragung aus dem Jahr 1785 besagt: Das Wasser hat heilende Wirkung auf die Nerven und auf das gesamte Nervensystem, es regt die Geistesaktivitäten an, beschleunigt den Puls und bewirkt eine Funktionssteigerung der Körperorgane.

1785 wurde eine neue Quelle - dann als „Stahlbrunn" genannt, entdeckt. Später dann- 1786, 1793, 1805 und 1818 - wurden weitere sprudelnde Quellen entdeckt, um welche einige Kurhäuser gebaut wurden. Alle wurden nach den Namen der Familie Clam-Gallas genannt (Maria, Vilemina, Josefina, Eduard, Bierbon, Hubert). Der Philosoph und Arzt F.A. Reusse stellte bei einer genauen Analyse fest, dass die Zusammensetzung des Wassers gleich ist, wie beim Mineralwasser des weltberühmten belgischen Bades Spa. 1952 wurden die letzten zwei Quellen gebohrt. (Kyselka, Nový vrt).