Isergebirge und ihre Umgebung verbergen zahllose Schönheiten, die sich lohnt anzuschauen und sich damit um ihre Zauber zu teilen. Aber haben Sie keine Angst, wir lernen Sie nicht nur mit den Naturschönheiten kennen, aber auch mit den kulturellen Schönheiten, derer Historie Sie einige Jahrhundert zurück führt…
Ausflüge in die Umgebung des Kurgebietes und auf die weiteren bedeutenden Stellen
Hejnice - ist ein bedeutender Wallfahrtsort, dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Bedeutendes Gebäude ist die denkmalgeschützte Kirche Mariä Heimsuchung. Ursprung der heutigen Kirche war ein gotisches Gotteshaus aus dem Jahre 1472. Heute knüpft Hejnice wieder an sein historisches Anliegen als traditioneller Wallfahrtsort an. Zu den erwähnenswerten kulturellen Veranstaltungen gehören Konzerte klassischer Musik in der Kirche Mariä Heimsuchung.
Das Riesenfass ist ein Ausflugsrestaurant oberhalb des Städtchens Lázně Libverda, woher sich eine wunderschöne Aussicht auf die Isergebirges anbietet.Das Objekt wurde bereits im Jahre 1931 gebaut und diente vor allem Kurgästen. Das Vorbild dieses Baus war das Riesenfass auf dem Berg Javorník – das aber am 20. September 1974 ausgebrannt war. Heute handelt es sich also um ein in der Tschechischen Republik einzigartiges Denkmal seiner Art. Das Riesenfass liegt auf markierten touristischen Wegen und Fahrradwegen. Neben Erfrischung können Sie hier auch Touristenmarken und Souvenirs kaufen.
Aussichtsturm Tafelfichte (Smrk)
Ursprünglich stand auch an dieser Stelle ein hölzerner 20 Meter hoher Aussichtsturm, der den Berg seit dem 21.8.1892 krönte. Ein interessantes Detail ist, dass auf dem Smrk nicht ausreichend lange und gerade Stämme wuchsen und deshalb war es unerlässlich, die vierstöckige Konstruktion versuchsweise im Tal zu errichten und sie dann mühsam Stück für Stück auf den Gipfel hinauf zu befördern. Der Aussichtsturm war unglaubliche 50 Jahre lang in Betrieb, was für derartige Bauwerke einmalig ist. Kurz nach dem Kriegsende – im Jahre 1946, brannte der Turm aus und erst am 20.9.2003 wurde ein neuer eiserner Aussichtsturm feierlich eröffnet.
Nové Město pod Smrkem
Dieses Städtchen gründete Melchior von Rädern 1584 für seine Bergleute, die auf dem nahen Berg Meděnec Zinnerz förderten. Als Ergebnis dieser Zeiten sind die vielen Stollen in der Umgebung, die heute hauptsächlich Fledermäusen zur Überwinterung dienen. Das älteste Bauwerk der Stadt ist die St.-Katharinen-Kirche von 1607. Bemerkenswert ist auch das Marmordenkmal für den hiesigen Pfarrer und Reisenden G. Mendel. Nahe der Eisenbahnlinie befindet sich ein weiteres aus dem Jahre 1911 stammendes Kirchlein, das einschließlich seiner Statuen unter Denkmalschutz steht. Das örtliche Heimatkundemuseum in den Räumen der Stadtbibliothek wartet mit einer interessanten Sammlung zur Geschichte und Natur des Friedländer Zipfels auf. Nur wenige Kilometer von Neustadt (Nové Město) entfernt befindet sich ein Grenzübergang nach Polen.
Raspenava
Seine heutige Gestallt erhielt der Ort durch die Vereinigung der Gemeinden Raspenava, Luh, Lužce und Peklo. Das Genaue Datum der Ortsgründung ist unbekannt. Erste Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1343. Ein wertvolles Baudenkmal der Stadt ist die neubarocke Kirche von 1907. In der Nachbarschaft befindet sich ein schönes Barocktor, welches das Jugendstilpfarrhaus ergänzt. An der Kirche befindet sich auch die vom bekannten Architekten F. Neumann projektierte Familiengruft der Fabrikantenfamilie Richter.
Frýdlant
Die mittelalterliche Stadt entstand zur gleichen Zeit wie die gleichnamige Burg und das Schloss. Bis heute ist Frýdlant als größter Ort am Flusslauf der Směda (Wittig). Die Stadtrechte erwarb Frýdlant um das Jahr 1537. Im Laufe der Jahre wechselte häufig der Eigentümer der Stadt. Größten Aufschwung erlangte sie unter der Herrschaft von Abrecht von Wallenstein. Dank der Tatsache, dass die Stadt ein natürliches Zentrum des Friedländer Zipfels ist, entstand hier auch eine Reihe wertvoller Kulturdenkmäler, was dazu führte, dass die Stadt zur Denkmalschutzzone erklärt wurde.
Frýdlant – Rathaus mit Museum
Das Rathaus wurde in den Jahren 1893 – 1896 im Neorenaissance – Stil nach dem Entwurf des Wiener Architekten namens Franz Neumann gebaut, der auch als Schöpfer des Rathauses in Liberec (Reichenberg) bekannt ist. Im zweiten Stock des Rathausgebäudes ist ein Stadtmuseum mit einer Exposition der Natur und Geschichte der Frýdland – Region untergebracht. Das Museum sammelt nicht nur die bedeutendsten Andenken an berühmten Landsleute sondern auch die Gegenstände, die alltäglich in letzten Jahrhunderten von hiesigen Einwohnern benutzt wurden. Die Kuriosität des Museums ist ein vom Holzschnitzer Kindermann ausgeschnittenes großes Modell des ursprünglichen Rathauses, das früher mitten auf dem Marktplatz gestanden hat.
Die staatliche Burg und Schloss Frýdlant - gehört nicht nur zu der bedeutsamsten Dominante der Stadt aber auch zu den bedeutsamsten Denkmälern in ganzem Böhmen und stellt eine Verbindung der mittelalterlichen Burg und des Renaissanceschlosses dar. Geschichte der Burg fällt in das 13. Jahrhundert und wurde bedeutend von Albrecht von Wallenstein, einer ausdrucksvollen Persönlichkeit des Dreißigjährigen Krieges bezeichnet. Die ursprüngliche äußere Form der gotischen Burg ist nur teilweise erhalten geblieben. Geblieben sind nur Teile mächtiger Bauten und ein großer walzenförmiger Turm. Eine Renaissance-Form gewann die Anlage schrittweise an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert. Der Stamm Clam- Gallas ermöglichte zum ersten Mal der Öffentlichkeit im Jahre 1801 den Zutritt in die Schlossräume.
Heute sind im Schloss Sammlungen von Porzellan und Glas, Möbel und Inneneinrichtung zu besichtigen. Eine reiche Waffensammlung aus der Zeit der hussitischen Kriege bis zu dem 19. Jahrhundert ist genauso interessant wie die Schlossgemäldegalerie mit Kunstwerken der alten Barockmeister oder eine einzigartige Pfeifenausstellung.
Mechanische Weihnachtskrippe in Frýdlant
Diese unikate mechanische Weihnachtskrippe wurde von hiesigem Bauer Gustav Simon gebaut. Das Werk, das er mehr als 60 Jahre lang schuf, erhält mehr als 100 bewegliche Figuren von Leuten und Tieren, die mit Schnüren bedient werden. Die Weihnachtskrippe finden Sie nicht weit von dem T.G.Masaryk-Platz (Náměstí T.G.Masaryka) in der Strasse Zahradní, hinter dem Parkplatz beim Postamt. Falls die Bedienung unanwesend ist, benutzen Sie Klingel mit der Aufschrift "Betlém" im gegenüberstehenden Haus, wo man den Besuch auch ausserhalb der Öffnungszeit besprechen kann.
Aussichtsturm Frýdlant
Der Aussichtsturm Frýdlant befindet sich am Rande der Stadt im Wald versteckt. Bei heiterem Wetter kann man aus dem Aussichtsturm unter anderem auch Ještěd über der Stadt Liberec bemerken.
Liberec Rathaus
Das neorenaissance-Rathaus erbaute in den Jahren 1888-1893 die bekannte Firma Sachers und Gärtner nach dem Konzept des Wiener Architekten Franz Neumann, und so ist es kein Wunder, dass das Gebäude durch sein Aussehen an das Wiener Rathaus erinnert. Über dem mächtigen Eingangsportal fesselt uns ein Steinrelief, das die Gründung des alten und des neuen Rathauses darstellt, und ein Balustradenbalkon, von dem aus viele bedeutende Persönlichkeiten gesprochen haben. Interessant ist der 65 Meter hohe Hauptturm, der von einer Ritterplastik abgeschlossen wird. Unsere Aufmerksamkeit verdienen jedoch auch die reich verzierten Fassaden, die kostbaren Vitragen und der herrliche Trausaal.